Phrygisches Reich

Die Landschaft Phrygiens besteht vorwiegend aus einer Hochebene mit teilweise tief eingeschnittenen, engen Flußthälern und vereinzelten, meist nicht hohen Gebirgen (darunter der Dindymos, jetzt Murad Dagh); Das phrygische Hochland im Nordwesten Zentralanatoliens gelegen misst von Norden nach Süden ca. 100 km und von Westen nach Osten ca. 50 km Luftlinie. Wichtige Begrenzungspunkte des Phrygischen Hochlandes (900 – 100 Meter hoch) sind die größeren Städte Eskisehir, Kütahya, Avyon sowie die Kleinstadt Seyitgazi. Das phrygische Hochland erreicht mit dem Gipfel des Türkmen Dagi eine Höhe von 1829 m. Der größte Teil des Berglandes ist von vulkanischem Tuff bedeckt. Auf den Tuffplateaus errichteten die Phrygier befestige Siedlungen, Burgen und meißelten Grabkammern, Reliefs und Kultmonumente in die Felswände. Die geschichtliche Herkunft der Phryger, der Untergang und die Assimilation mit anderen Völkern liegt auch heute noch weitestgehend im Dunkeln. Eine Königsliste nennt mehrere Herrscher gleichen Namens zu verschiedenen Zeitepochen. Der sagenumwobene Midas sowie der Staaten- und Stadtgründer Gordion sind historisch belegt.
Phrygisches Reich