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(Bilder Ihlara Tal)
Das Ihlara-Tal ist ca. 40 km von Aksaray entfernt und liegt an der Autostraße Aksaray-Nevşehir. Nach einem Ausbruch des Hasandagi erkaltete die Basalt- und Ascheschicht. Erosion und der Fluss Melendiz schafften einen 14 km langen Canyon mit 100 – 150 m hohen Steilhängen, der bei Ihlara beginnt und bei Selime endet. Das Dorf liegt am Ausgang des Ihlara-Tales. Die gleichnamige Basilika wurde in den Steilhang gehauen. Eine seldschukische Türbe (Mausoleum), für Sultan Selim errichtet, gab dem Dorf seinen Namen. In Dorfnähe befinden sich eine Felsenburg und mehrere Felsenkirchen. Dieses Naturwunder erinnert an den Grand Canyon (USA). Das ganze Tal wird von Felsenwohnungen, Felsenkirchen, Kapellen und Gräbern durchzogen. Viele Gebäude sind durch Tunnel miteinander verbunden. Das Ihlara-Tal diente vielen Menschen als Zufluchtsstätte oder Einsiedeleien. Die Fresken in den Kapellen wurden zwischen dem 5. und 13. Jahrundert geschaffen.
Das Ihlara-Tal ist ca. 40 km von Aksaray entfernt und liegt an der Autostraße Aksaray-Nevşehir. Nach einem Ausbruch des Hasandagi erkaltete die Basalt- und Ascheschicht. Erosion und der Fluss Melendiz schafften einen 14 km langen Canyon mit 100 – 150 m hohen Steilhängen, der bei Ihlara beginnt und bei Selime endet. Das Dorf liegt am Ausgang des Ihlara-Tales. Die gleichnamige Basilika wurde in den Steilhang gehauen. Eine seldschukische Türbe (Mausoleum), für Sultan Selim errichtet, gab dem Dorf seinen Namen. In Dorfnähe befinden sich eine Felsenburg und mehrere Felsenkirchen. Dieses Naturwunder erinnert an den Grand Canyon (USA). Das ganze Tal wird von Felsenwohnungen, Felsenkirchen, Kapellen und Gräbern durchzogen. Viele Gebäude sind durch Tunnel miteinander verbunden. Das Ihlara-Tal diente vielen Menschen als Zufluchtsstätte oder Einsiedeleien. Die Fresken in den Kapellen wurden zwischen dem 5. und 13. Jahrundert geschaffen.
Die Kirchen im Peristrema-Tal lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe bilden die Kirchen um den Ort Ihlara. Die Malereien erinnern an die kappadokischer Stilrichtung, die östliche Einflüsse aus Persien und Syrien beinhalten. Diese Malereien Sie sind größtenteils bereits in vorikonoklastischer Zeit entstanden. In späterer Zeit wurden die alten Malereien immer wieder ergänzt. Die andere Gruppe, um den Ort Belisarma gelegen, richtet sich vornehmlich am byzantinischen Stil des zehnten und elften Jahrhunderts aus.
Zur ersten Gruppe gehören unter anderem
1. die Agacalti Kilisesi (Kirche unter dem Baum), eine kreuzförmig in den Fels gehauene Kirche, vermutlich aus dem siebten Jahrhundert, in deren Kuppel eine Himmelfahrtszene zu sehen ist. Diese vorikonoklastische Darstellung hat die Zeit des Bilderstreits überdauert.
2. die Yinlanli Kilise (Schlangenkirche), ebenfalls eine Kreuzkuppelkirche mit auffällig langer Apsis. Im Narthex finden sich Höllenszenen, die ins neunte Jahrhundert datiert werden, darunter vier unbekleidete Sünderinnen, die von schlangenartigen Ungeheuern umwunden werden. Von dieser Abbildung rührt der Name der Kirche.
3. die Sümbüllü Kilise (Hyazinthenkirche), vermutlich aus dem zehnten Jahrhundert. Die Kirche mit T-förmigem Grundriss zeigt den Übergang zum byzantinischen Stil. Ihre Wandmalereien zeigen unter anderem Kaiser Konstantin mit seiner Gattin Helena. Die gegliederte, prunkvolle Außenfassade dagegen zeigt orientalischen Einfluss.
Zur zweiten Gruppe gehören
1. die Direkli Kilise (Pfeilerkirche). Die dreischiffige Kreuzkuppelkirche ist im zehnten Jahrhundert entstanden. Das Gewölbe wird von vier hohen Säulen getragen, die von Heiligenporträts geschmückt sind. Eine der wenigen im Tal gefundenen Inschriften berichtet über die Stiftung der Kirche zur Zeit des byzantinischen Kaisers Basileios II., der 976-1025 regierte.
2. die Karagedik Kilisesi (Kirche mit der schwarzen Bresche), eine aus Ziegeln und Trachytblöcken gebaute Kreuzkuppelkirche mit vier Pfeilern aus dem elften Jahrhundert, die allerdings stark zerstört ist und nur noch wenige verblasste Malereireste vorzuweisen hat.
3. die Kirkdamalti Kilisesi (Kirche unter 40 Dächern oder St.-Georgs-Kirche), die auf Grund einer Inschrift auf die Zeit zwischen 1283 und 1295 datiert werden kann. Damit ist sie das letzte bekannte Zeugnis christlicher Architektur im Ihlara-Tal bis zum Neubeginn des Kirchenbaus durch hier ansässige Griechen im 19. Jahrhundert. Neben Darstellungen des Heiligen Georg zeigt eine ihrer Malereien den byzantinischen Konsul Basileos Giagupes, der gleichzeitig Emir war, in seldschukischer Tracht mit Turban und seine Frau Thamar, eine georgische Prinzessin. Die dazu gehörige Inschrift erwähnt sowohl den Seldschuken-Sultan Masud II. als auch den byzantinischen Kaiser Andronikos II., was als Beleg dafür angesehen wird, dass zu dieser Zeit ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen in Kappadokien möglich war.


