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Göreme Kirchental Architektur

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Zur Kichenarchitektur in Kappadokien ist anzumerken, daß wir hier keinen eigenstälndigen Kirchentypen vorfinden. In Kappadokien wurden viele Formen aus bereits in anderen Regionen entstandenen Bautypen reproduziert und in negativer (subtrahierter) Form aus dem Tuffstein gemeißelt. So dienten beispielsweise die aus Stein errichteten Kirchen byzantinischer Baukunst als Maßstab.

Wir unterscheiden 4 Kirchentypen in Kappadokien

1.Einschiffige Kapelle oder Basilika
Die einfachste und häufigste Form von Sakralbauten sind tonnengewölbte, rechteckige Einraumkirchen. Sie waren meist nach Osten hin orientiert und schlossen dort mit einer halbrunden Apsis ab. Oftmals waren diese Bauten auch mit ausgehölten Grabmulden versehen. Diese Kirchen waren meistens nicht reichhaltig ausgeschmückt.

2. Breit- oder Querraumkirchen
Breit- oder Querraumkrichen (mesopotamicher Raum) unterscheiden sich von Einraumkirchen  durch größere Ausmaße und feinere Ausschmückung. Hier bestimmt ein Querschiff die Kirchenform (z.Teil mit 3 Apsiden). Diese Kirchen können gewaltige Ausmaße (ein-, zwei- oder dreischiffige Typen) erreichen. Ein Beispiel hierfür ist eine der größten Kirchen in Kappadokien, die „Tokali Kilise“ nahe des Freiliichtmuseums in Göreme (Maße 10,30 m Breite und 5,30 m Tiefe).

3. Kreuzförmige Kirchen
In der Höhlenarchitektur stellt die kreuzförmige Kirche einen wichtigen Typus dar. Diese Kirchenform war in ganz Kleinasien verbreitet. Häufig ist die Apsis direkt ohne dazwischenliegenenden Kreuzarm direkt an das zentrale Mittelquadrat angebaut. Unterschiedliche Varianten mit einer Reihe von Nebenräumen verschleiern die ursprüngliche Kreuzform. Eine der schönsten Kirchen dieser Art ist die "El Nazar Kilise" im Tal von Göreme.

4. Kreuzkuppelkirchen
Dieser Kirchentyp ist für Kappadokien der bedeutenste. Die mittelbyzantinische Sakralbaukunst erfuhr wichtige Neuerungen die bis zum Untergang des byzantinischen Reiches bestimmend blieb. Das wesentliche Merkmal von Kreuzkuppelkirchen sind durch mit Qauerarmen erweiterte, quadratische und überkuppelte Vierungen. Die Zentralkuppel wird scheinbar durch vier Säulen gestützt. In der Höhlenbauweise entbehren die vier Säulen jedoch ihrer statischen Funktion. So kommen bei diesem Typ in den Tuffsteinhöhlen vielerlei Mischformen vor. Tonne, Kuppel, Kreuzgewölbe und Flachdecken kommen in vielfältiger Form vor.  Im Open-Air Museum oder in der näheren Umgebung sind für diesen Typus die "St. Barbara Kilise", die "Elmali Kilise", die "Karanlik Kilise", sowie die "Kiliclar Kilise" zu nennen.