Größere Kartenansicht (Bilder Zelve-Tal)
Zwischen Göreme und Avanos führt westlich eine Straße in ein abgeschiedenen Talkessel, zum alten Dorf Zelve. Diese Region mit den drei Tälern zählt zu den ältesten Siedlungen Kappadokiens. Zelve erlebte über viele Jahrunderte eine bewegte Vergangenheit. In Zelves rötlichen Tuffstein lebten einst Römer, Byzantiner, Seldschuken, Osmanen, Griechen und Türken. Nachdem eine Reihe von Felsen eingestürzt waren wurde das Dorf im Jahr 1953 aufgegeben. Viele Bewohner wurden 2 km nördlich in Yeni Zelve (Neu-Zelve, heute Aktepe) angesiedelt. Heute ist das Gebiet als Freilichtmuseum (ähnlich dem Göreme Open Air) erschlossen. Zelve verfügt zwar nicht um die kunstvoll ausgestalteten Kirchen wie das Göreme Open Air Gebiet. Die Landschaft ist jedoch viel beeindruckender und imposanter. Das Gebiet umfaßt drei Täler mit vielen Höhlen-Wohnungen und Kirchen. Die drei Täler laden zu tollen Wandertouren ein (teilweise nicht ungefährlich, Hinweisschilder beachten). Felsenwohnungen, ein halbverfallenes Kloster, alte Mühlen und eine Felsenmoschee können besichtigt werden. Das erste und zweite Tal sind durch einen Tunnel verbunden (Taschenlampe nicht vergessen). Der Eingang im zweiten Tal durch eine Eisentreppe leicht zu finden. Der Eingang im ersten Tal ist schwieriger zu finden.
Sehenswürdigkeiten:1. Üzümli Kilise
- Traubenkirche
- besterhaltene Kirche (8./9. Jh.)
- unübersehbare Traubendarstellung
2. Balikli Kilise
- Kirche mit Fischdarstellung
- Doppelkriche mit drei Apsiden
3. Pirekli Kilise
- Säulenkirche
4. Vattizli Kilise
- Täuferkirche
5. Yazili Kilise
- Inschriftenkirche
6. Pasabagi Tal
- Hier finden sich einige der am häufigsten fotografierten Tuffsteinmotive.
Unter anderem die sogenannten Drillinge (Tuffsteine die sich zur Spitze
in drei Spitzen teilen) oder das örtliche Polizeipräsidium, welches seinen
Sitz ebenfalls im Tuffstein hat. Auf dem Weg von Çavuşin nach Zelve
durchquert man es automatisch.
1. Routenplan Zelve


