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Unterirdische Städte

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(Bilder unterirdische Städte)
Die ersten unterirdischen Städte entstanden vermutlich bereits in der Hethiterzeit vor rund 4000 Jahren. Andere Achäologen gehen davon aus, das die christlichen Bewohner die Erbauer waren. Sicher ist, dass die christlichen Bewohner zwischen dem 6. und dem 10. Jahrhundert den Anlagen ihr heutige Aussehen gaben.
Die tatsächliche Anzahl der unterirdischen Städte ist nicht genau bekannt. Knapp 40 unterirdische Städte wurde bereits entdeckt. Die wenigsten sind jedoch für den Fremdenverkehr frei gegeben. Ein Besuch einer unterirdischen Stadt bleibt ein unvergeßliches Erlebnis. Der Anlaß für den Bau derartiger Anlagen in Kappadokien ist wahrscheinlich ein Schutzbedürfnis infolge der Christenverfolgung durch die Römer und im Zuge der Arabereinfälle im 7. Jahrhundert. Bei Gefahr dienten die unterirdischen Städte als Fluchtburgen für zum Teil mehrere tausend Menschen. Aufgrund der gut geplanten Bauweise mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem mit Läger für Wasser, Wein und Nahrung konnten die Belagerten über Wochen und Monate einer Belagerung stand halten. Die unerirdsichen Städte hatten ein besonderes Verschlußsysem. Mit sogenannen „Rollsteintüren“, die wie Mühlsteine aussahen wurden die Öffnungen im Notfall verriegelt. Wenn Gefahr drohte wurden diese Steine von innen vor den Eingang gerollt und stellten ein schier unüberwindliches Hidnernis dar. Die Kommunikation mit der Außenwelt konnte über Schächte aufrechterhalten werden, die von den ersten beiden Etagen ins Freie führten. Diese waren drei bis vier Meter lang und wiesen einen Durchmesser von zehn Zentimetern auf.Ein Besuch einer unteridrdischen Stadt ist eine besondere Zäsur, wenn man sich vorstellt, monatelang in einer dunklen Umgebung in engen Gängen und kleinen Räumen bei einer Temperatur von ca. 7-8 Grad „hausen“ zu müssen. Zum Glück beschränkt sich die Verweildauer heutiger Besucher nur auf eine relativ kurze Zeit. Zwei der berühmtesten unterirdischen Städte sind die in Derinkuyu und in Kaymakli, die in nachstehenden Beiträge gesondert beschrieben werden.
1. Routenplaner Kaymakli - Derinkuyu