Die Siedlungsgeschichte von Kappadokien reicht vermutlich um die Zeit 6500 v.Chr. zurück. Hethiter (um 1600 v.Chr.), Phryger und Lyder, Meder (7. Jhr. v. Chr.), Perser, Makedonen, Pontos unter Mithridates I., Seleukiden, Ariarathiden, Kommagene, Römer, Araber, Seldschucken, Osmanen kämpften um diese Region. Durch die Verbreitung des Islam flüchteten immer mehr Christen in die Region von Kappadokien, wo sie in Höhenwohnungen und unterirdischen Städten Zuflucht fanden. Bereits im 2 Jh. war Kappadokien überwiegend christlich und im 3. Jh. wurden die hiesigen Bischöfe gar bis nach Mailand entsandt. Im 4. Jh. wurde Basilius als Bischof con Caeserea ernannt. Er wurde zum wichtigsten Mann der Region und reformierte die Liturgie der Ostkirche. Es entstand das Mönchstum, die durch die abgeschiedenen Täler zogen um das Evangelium zu predigen. Im 7. Jhr. zogen aufgrund von Perserkriegen, Einfälle der Araber immer mehr Christen aus Syrien, Palästina und Ägypten nach Kappadokien um hier Schutz zu suchen. Der Tuffstein war ein leicht zu bearbeitendes Material um Wohnungen in den Fels zu schlagen. Wenn Gefahr drohte wurde Wohnungen und Kirchen zu Schutzburgen. Für größere Menschenansammlungen wurden die unerirdischen Städte geschaffen. Im 11. Jh. beruhigte sich die Lage durch die Eroberung der Seldschucken. die sich in religiösen Fragen tolerant zeigten. Im 13./14. Jh. gesellten sich zu den in Kappadokien lebenden Christen viele Armenier, die vor den Mongolenstürmen geflüchtet waren. Die verschiedenen Kulturen haben auf die Vielfalt der hiesigen Kirchenkunst Einfluß genommen. Unter osmanischer Herrschaft wurden die Klöster aufgelöst. Die Klöster dienten fortan als Wohnungen oder Ställe. Viele Christen verließen die Gegend. Die letzten Christen verließen Kappadokien im Jahr 1923 im Rahmen des Bevölkerungsaustausches.


