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Diyarbakir

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(Bilder Diyarbakir)
Unser Tagesausflug führt uns heute von Kahta über Adiyaman, Bozoya, Siverek, Örgülu
nach Diyarbakır.  Die Fahrtstrecke beträgt ca. 300 km und die Fahrzeits ca. 5 Stunden. Die Geschichte von Diyarbakir reicht vermutlich bis in assyrische Zeit zurück. Die Ansiedlung um das heutige Diyarbakir wird  erstmals in assyrischen Geschichtsquellen aus dem 13. Jahrhundert als Amida oder Amed genannt. Nach einer wechselvollen Geschichte mit sich ständig wechselnden Herrschern besetzte die arababische Stammesgruppe der Bakr die Gegend um Amida. So entstand vermutlich im 7. Jh. der Name Diyarbekir für die Region, der in späterer Zeit auch auf die Stadt Amida überging. Weitere christlich-syrische Quellen besagen, dass sich der Name Diyarbekir vom aramäischenWort „Dayr Bekir“ (=erste Kirche, oder Kirche der Jungfrau) ableitet.  Die Mutter-Gottes-Kirche (Meryem Ana Kilisesi) ist eine der ältesten erhaltenen Kirchen und soll aus dem späten 2. Jh. stammen. Im Jahr 1517 wurde die Stadt von Sultgan Selim I. Einnehmen. Diyarbakir blieb bis zum ersten Weltkrieg osmanisch. Nach der Gründung der Türkei im Jahr 1923 (nach dere Niederlage der Osmanen im ersten Weltkrieg) wurde Diarbakir ein Teil der Türkei. Die Türkei hat den Namen Diyarbekir 1937 in Diyarbakır (Gebiet des Kupfers) umgewandelt.

Wir erlebten bei unserem kurzen Besuch eine überaus quirlige Großstadt und einem typisch orientalischen Durcheinander auf den Straßen. Die überlange Anfahrt, die Hitze, die engen Seitengassen mit den vielen Kindern, die für unseren Geschmack ungewohnt brodelnde Athmosphäre ließen uns nur einen kleinen Abstcher durch die  Stadt machen.

Sehenswertes:
Diyarbakır besitzt eine der größten und besterhaltenen Befestigungsanlagen der Welt. Sie besteht zum größten Teil aus Basalt. Die Anlage wird in einen inneren und einen äußeren Abschnitt unterteilt. Äußerer Teil: Im Jahre 349 ließ der römische Cäsar Constantius II. die Mauern und Burg der Stadt erneuern und erweitern. So erhielten die Mauern ihr heutiges Aussehen. Seitdem wurden die Mauern ausgebaut und verstärkt. Die Mauer ist etwa fünf Kilometer lang, hat eine Höhe von zehn bis zwölf Metern und eine Dicke von drei bis fünf Metern. Sie hat 82 Türme und vier Tore. Die Tore zeigen in die vier Himmelsrichtungen:
- Dağ Kapısı (Bergtor) oder Harput Kapısı im Norden
- Urfa Kapısı oder Rum Kapısı im Westen
- Mardin Kapısı oder Tel Kapısı im Süden
- Yeni Kapı (Neues Tor), Dicle Kapısı (Tigristor) oder Su Kapısı (Wassertor) im Osten.
Im inneren Bereich der Festungsanlage befindet sich die Zitadelle. Die Zitadelle liegt im nordöstlichen Teil des äußeren Walls. Die Burg ist durch Mauern vom äußeren Wall abgetrennt. Die Burganlage besteht aus 16 Türmen und 4 Toren, von denen sich zwei - Fetih Kapısı und Oğrun Kapısı - nach außen und die anderen zwei - Saray Kapısı und Küpeli Kapısı - zur Stadt hin öffnen.

1.Stadtmauer
2.Ulu Cami (Große Moschee)
3.Kazim Sultan Camii (kleine Moschee aus dem 15. Jh.)
4.Behram Pasa Cami (größte Moschee Diyarbakirs aus dem Jahr 1572,
reich dekorierte Gebetsnische)
5.Melek Ahmet Pasa Camii (berühmter Fayende-Mihrab, sehenswertes Minarett)
6.Safa Camii (berühmtes Minarett, aus osmanischer Zeit)
7.Meryem Ana Kilisesi (Marienkirche) riesiger 50 m durchmessender Rundbau
8.Hasan Pasa Hani (Karawansereai aus dem Jahr 1575)
9.Archäologisches Museum (sehenswerte Funde aus Cayönü)
10.Tigris Brücke (Abzweig von der Mardin-Straße)
11.Gazi Köskü (Atatürks Sommerhaus)
12.Ziya-Gökalp-Museum (Museum über das Leben des Philosophen /Soziologen Ziya Gökalp)