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Arsameia

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Arsameia am Nymphaios liegt in der Nähe des Ortes Eski Kahta in der türkischen Provinz Adiyaman. Der türkische Name für Arsameia ist Eski Kale, was soviel wie alte Burg bedeutet. Das antike Nymphaios ist das heutige Kahtacay. Arsameia war die Residenz der Könige von Kommagene. Arsameia ist vorallem bekannt geworden durch  das Hierothesion von König Mithradates I. Kallinikos, das ihm sein Sohn und Nachfolger Antiochos I. dort errichtete. Die Bezeichnung des heiligen Grabbezirks der Angehörigen des Königshauses Kommabgene wurde mit dem griechischen Wort Hierothesion benannt. In Kommagene gibt es neben dem Hierothesion des Antiochos auf dem Nemrut Dagi ein zweites am Karakus, für die weiblichen Angehörigen des Königshauses. Als Erbauer gilt der Sohn Mithridates II, der Sohn des Antiochos. Die dritte Grabstätte befindet sich in Arsameia für Antiochos Vater Mithidates I. Zu dem Hieothesion führt ein Prozessionsweg in Z-Form den Berg hinauf. Der Weg passiert dabei drei Stellen, die Friedrich Karl Dörner mit Sockelanlage I-III bezeichnete. An der ersten davon, Sockelanlage II, steht das als Mithras-Relief bezeichnete Fragment. Es ist der rechte Teil einer Dexiosis, die Antiochos oder Mithridates beim Handschlag mit dem Sonnengott Mithras zeigt. Mit dieser im ganzen Kommagene verbreiteten Art der Darstellung stellt Antiochos sich und seine Angehörigen mit den Göttern auf eine Stufe. Dörner konnte Unter- und Oberteil der Mithras-Hälfte wieder aufrichten, von der linken Hälfte wurde nur ein Schulterteil gefunden, das Dörner aber anhand der Kleidung als einen der beiden Könige identifizierte.
Die Gründung Arsameias geht auf das 3. Jh. v. Chr. zurück. Als Gründer gilt der armenische König Arsames (255-225 v.Chr.) Arsames nahm im Jahr 235 v.Chr. den Seleukiden Herrscher Antiochos Hereax auf dessen Flucht vor seinem Bruder Seleukos II auf. Arsameia wurde bereits zu römischer Zeit verlassen. Ein Teil der Steine wurde für den Bau der römischen Brücke verwandt.
"Dieses Arsameia, das im Busen der doppelten Brüste aus unversieglichen Quellen den Nymphenfluss trägt, hat mein Ahnherr Arsames gegründet. Diese Stadt war von Natur aus auf zwei Felshügeln verteilt, und da [Arsames] sah, wie sich das göttliche Nass eines reichlich fließenden Gewässers in die abgrundtiefe Enge des Geländes stürzte, umgab er ihren zweigipfligen Körper auf beiden Seiten mit einer Mauer. Nach der Natur des Geländes erstellte er eine Doppelstadt (…) schuf er dadurch für das Land eine nie eroberte militärische Basis und gestaltete für unser Leben eine gefahrlose Zufluchtsstätte im Kriege." (Quelle: Dörner/Goell: 41.)