Wir folgen dem Weg weiter um den Grabhügel (Tumulus) herum und gelangen zur Westterrasse. Von der Westterrasse haben wir einen atemberaubenden Blick auf die Wiege unserer Zivilisation, den Randgebieten der Ebene von Mesopotamien. Die Westterrasse ist ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Die Sonne, der Mond und alle Sterne des Tierkreises gehen zur Linken auf. In Blickrichtung durchlaufen sie den Zenit und gehen auf der rechten Seite unter. Die Westterasse war ausschließlich dem Adel vorbehalten. Der Prozessionsweg, der den Adel auf die Westterrasse führte, endete auf dem offenen Platz der Nordseite der Westterrasse. Die Statuen der Westterasse entsprechen den Gottdarstellungen der Ostterasse. Die gut erhaltenen herabgefallenen Köpfe hat man vor den dazugehörigen Statuen aufgestellt. Besonders auffällig ist die Ähnlichkeit der Köpfe von Antiochos und Apollon. Antiochos weihte einen eigenen Prister für Apollon als einzigen Gott. In Apollon/Mithras wurden der Sonnengot Apollon mit dem persischen Gott Mithras verschmolzen. Die Römer erhoben Mithras zu einem ihrer Lieblingsgötter und verbreiteten diesen Kult im gesamten römischen Reich. Von der Westterrasse, gegenüber den Statuen, sieht man eine Reihe von Sockeln, auf denen die Stelen der griechischen und persischen Vorfahren des Antiochos in Steinreliefs dargestellt wurden. Die Reliefs des Darius und des Xerxes sind noch sehr gut erhalten. Vor jeder Stele war ein Altar aufgestellt. In der Nähe der Statuen findet man fünf große Stelen. Die Stelen sind identisch mit denen auf der unteren Plattform der Ostterrasse. Auf vier dieser Stelen begrüßt Mithradates I. Kallinikos die Götter. Von links nach rechts erkennt man ihn mit der Göttin Kommagene, Apollon, Zeus und Herakles. Wie die fünf Statuen des Antiochos werden auch die fünf Stelen des Mithradates an beiden Seiten von je einem Adler und einem Löwen flankiert.


















































