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Oymapinar-Staussee

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Als nächstes Ziel wollen wir den Oymapinar-Stausee besuchen. Der Olymapinar-Staussee liegt ca. 20 km nördlich von Manavgat an der Straße des Büyük Selale und Kücük Selale. Wir fahren an einem imposanten römischen Aqädukt vorbei. Auf steil ansteigenden Serpentinen erreichen wir entlang einer atemberaubenden Bergwelt die Staumauer. Zum Stausee führt ein Tunnel mit einem gut befahrbaren Weg zur Teilumrundung. Am Ende des Weges erreichen wir eine Lokanta an der wir auch eine Bootsfahrt auf dem See buchen können. Wir fahren vom Stausee wieder hinunter in Richtung Manavgat und biegen rechts nach Lyrbe/Seleukia einer antiken Stadt ab. Die antike Stadt Seleukia liegt in einem schattigen Pinienwald.

Technische Daten zur Talsperre:Die Oymapinar-Talsperre gehört zur größten Talsperren ihger Region. Die Staumauer ist zweifach (horizontal und vertikal) gekrümmt. Die Bogenstaumauer hat eine Gesamthöhe von ca. 186 Metern. Die Staumauer besteht aus 24 Blöcken mit einer Breite von je 15 Metern. Die Solfuge liegt ca. 30 Meter unterhalb der Geländeoberfläche. Die Krone ist über einen serpentinenreichen Schotterweg befahrbar. Auf der Krone bemißt sich die Fahrbahn mit ca. 7,50 Meter Breite. Zur Befahrung des Seeufers durchfährt man einen Tunnel. Insgesamt wurden zwisdhen 570 – 670 Tsd. cbm Beton in die Talsperre verbaut. Das Kavernenkraftwerk, welches sich in einer unterirdischen Kaverne befindet wird mit 4 Turbinen betrieben, welche eine Leistung von 540 MW (etwa 3 % der türkischen Stromerzeugung) erzeugen. Als Kavernen bezeichnet man im weiteren Sinne alle größeren natürlichen oder künstlich geschaffenen unterirdischen Hohlräume. Künstlich erstellte Kavernen sind Hohlräume, die mit Verfahrensweisen des Bauens unter Tage erstellt wurden und die nicht die Form von Stollen (Tunnelröhren) oder Schächten haben. Der Bau von Kavernen ist ein Arbeitsgebiet des Bauingenieurwesens und verwendet Methoden des Tunnelbaus bzw. Ingenieurbaus. Der Felsuntergrund besteht aus stark verkarstetem dolomitischem Kalkstein, der mit Klüften durchzogen ist. In die Mauer mußte ein ausgedehnter Dichtungsschleier eingebracht werden. Die Staubecken musste abgedichtet werden, um Wasserverluste durch Ponore zu vermeiden. Der Stausee hat eine Oberfläche von 470 (oder 500) ha und einen Speicherraum von 300 Mio. m³.Die Talsperre wurde vom türkischen Staat gebaut und von dem französischen Ingenieurbüro Coyne et Bellier aus Paris geplant. Hauptauftragnehmer war die Firma Bilfinger und Berger aus Mannheim. Die Bauarbeiten an der Staumauer waren im Februar 1983 beendet.Unterhalb der Mauer am Tosbecken befindet sich ein 40 m hoher sogenannter "Babydamm". Dieses Becken dient zur Beruhigung des Wassers aus dem Grundablass und der Hochwasserentlastungsanlage. Diese ist eine Doppelschussrinne neben der Mauer, über die das Wasser beim Überlaufen spektakulär in einem Bogen hinweg schießt.
1. Routenplanung Manavgat - Oymapinar-Talsperre