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Das Urlaubsparadies der Region Kemer liegt 45 km südwestlich der Stadt Antalya an einem schmalen Küstenstreifen an der Türkischen Riviera. Die Region bietet Wassersportaktivitäten, antike Sehenswürdigkeiten in der Umgegend und interessantre Ausflugsmöglichekeiten (Wanderen, Trekking, Mountinbiking) im nahen Taurusgebirge sowie fast unbegrenzente Shoppingmöglichkeiten (Schmuck, Kleidung usw.). Kemer als Kreisstadt ist der „Motor“ dieser Region. Neben der Stadt umfaßt die Region Kemer auch die Ferienorte Beldibi, Göynük, Kiris, Camyuva und Tekirova. Zu früherer Zeit war Kemer ein verschlafenes Fischerdorf. Die Erzeugnisse der Region wie Organgen, Sesam oder Mais wurden mit dem Boot nach Antalya zu den Märkten gebracht. Auf der Rücktour von Antalya brachten die Boote ab und zu die ersten Touristen mit nach Kemer. Die Kinder liefen zum Strand und riefen „Turist geldei, Turist, geldi“ (Es sind Touristen gekommen) .Da es noch keinen Landessteg gab mußten die Touristen teilweise an Land getragen werden. Da fast alle Familien die Touristen aufnehmen wollten mußte der Ortsvorsteher vermitteln in welcher Familie die Touristen untergebracht werden sollten. Der Ortsvorsteher hatte für den nächsten Morgen Esel bei den Einwohnern des Dorfes aufgeliehen. Anschließend wurden kleine Karawanen zusammen gestellt und in die Berge unternommen. Wenn die Fremden bezahlen wollten, wurde dies abgelehnt obwohl der Großteil der Bevölkerung sehr arm war. Schließlich war es eine Ehre die Fremden zu bewirten. Es ist noch ein Brauch aus vergangener Zeit übeliefert. Land wurde zu der Zeit wie folgt vererbt. Die reichen fetten Wiesen am Fluß oder an den Berghängen wurden den männlichen Nachkommen übertragen. Die salzigen unfruchtbaren Küstenstreifen erhielten die Töchter. Mit dem Einsetzen des Tourismus und der Bautätigkeit wurden die Grundstücke der Töchter am Meer unbezahlbar während die fetten Wiesen der Söhne nur für diese zur Bearbeitung blieben und nicht entsprechend an Wert gewannen. Aus dieser Zeit stammt der Spruch: „Kemerin damatlar zengin“. In Kemer werden nur die Schwiegersöhne reich. Zu der Zeit entstanden die ersten Hotels, Pensionen und Ferienhäuser für überwiegend türkische Familien, die den Sommer an der Küste verbringen wollten. Die Region entwickelte sich rasant. Heute ist Kemer eine pulsierende Ferienstadt mit Hotelanlagen, Pensionen und vielen kleinen Läden. Man schätzt die Bettenanzahl auf auf ca. 120 Tsd.. Dadurch ist die Region Kemer zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Türkei durch die Schaffung von vielen Tausend Arbeitsplätzen in der Tourismusbranche geworden. Die Tourismussaison beginnt im Mai und endet im Oktober. Die Hauptsaison dauert von Mitte Juni bis Anfang September. Die Ausdehnung der Saison auf das ganze Jahr (preiswerte Angebote für Pensionäre, Wellnessurlaub, besondere Sportaktivitäten) wurde aufgrund der Konkurrenz der anderen Ferienregionen nicht angenommen, so daß die großen Hotels in den Wintermonaten bis zum Frühjahr (November bis April) überwiegend geschlossen haben.
Ausflüge und Sehenswürdigkeiten:
1.antike Stätten
- Phaselis, Olympos, Chimaira, Antalya, Perge, Termessos
- Wanderungen durch den Beydaglari-Nationalpark und das Kesme Tal







