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Wir wollen heute die antike Stadt Lamos im Taurusgebirge besuchen. In Gazipasa, an der Meerjungfrau, befindet sich an der Hauptkreuzung ein Schild nach Lamus. Das Problem ist nur, daß die Wegebeschreibung völlig unzureichend und irreführend ist. Ein weiteres Hindernis stellt die Unkenntnis der Einwohner von Gazipasa nach einer Wegebeschreibung dar. Wir haben uns seinerzeit in der Gaststätte Green Oasis (Mustafa Conrad / Conrad Gerets) nach einem Führer erkundigt. Ein älterer Bewohner eines Bergdorfes konnte uns dann über verschlungene Wege nach Lamus führen. Eine Anmerkung des Autors. Die Befahrbarkeit der Bergregion um Gazipasa zeichnet sich durch ausgebaute Bergstraßen als Verbindung zu bestimmten Bergdörfern aus. Ein Abzweig zu einsamen Regionen und auch nach Lamus ist mit dem PKW nur schwer zugänglich. Das Risiko, irgendwo an einsamen Weg mit einer Autopanne liegen zu bleiben ist sehr hoch. Über den antiken Ort Lamus ist wenig bekannt. Vor Jahren waren hier polnische Ausgräber tätig. Der Ort ist in der römischen Kaiserzeit als Polis belegt und wurde während der Zeit des Kaisers Gallienus (Stiftungsinschrift) mit einer Stadtmauer befestigt. In der spätantike und in byzantinischer Zeit war er Bischofssitz. Im 12. Jahrhundert ist er unter dem Namen Lamaws als Teil des Königreichs Kleinarmenien bezeugt. Nach einer anstrengenden Anfahrt und Wanderung erblickten wir die alten Stadtmauern von Lamus. Eine eindrucksvolle Kulisse in einer imposanten Bergwelt. Eine Wanderung über die Mauerreste ließ uns in dieser grandiosen Bergregion fast den Atem stocken. Alte Sarkophage, imposante Mauern sind das Wahrzeichen dieser alten und vergessenen Anlage.





























