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Kaya Köy

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(Blder Kaya Köy)
Das Dorf Kayaköy liegt etwa acht Kilometer südlich von Fethiye in einem felsigem Tal. Das Gebiet von Kayaköy wurde etwa um die Zeit 3000 v. Chr. erstmals besiedelt.  Zu antiker Zeit entstand hier die Stadt Carmylessus, die noch um 1100 n.Chr. als guter Hafen bekannt war. Im18. Jahrhundert wurde auf den Ruinen von Carmylessus die Stadt Levissi errichtet und eine neue Blütezeit erlebte. Ein Erdbeben im Jahr 1856 und die Feuersbrunst 1885 im benachbarten Fethiye zerstörten die Region nachhaltig. Die Gegend wurde wieder besiedelt und umfaßte etwa 20000 Einwohner. Im Ersten Weltkrieg gab es erste Vertreibungen der Armenier und Aserbaidschaner weil viele Familien mit den Aliierten kollaborierten. Die griechische Bevölkerung floh meist nach Kreta. Im Rahmen des Bevölkerungsausstausches wurden türkische Familien aus Thessaloniki in dieser Region angesiedelt.  Die Stadt lag zunächst völlig brach. Die „tote Stadt“ Kayaköy ist ein erschütterndes Beispiel für den Bevölkerungsaustausch aufggrund des Lausanner Vertrages. Die bewohner der Kleinstadt mußten im Jahr 1923 ihre Heimat verlassen. Die Ortschaft ist seit dem eine „Geisterstadt“.

Heute ist Kayaköy ein Museumsdorf und steht unter Denkmalschutz. Fast 3.500 Hausruinen sind erhalten geblieben, darunter zwei griechisch-orthodoxe Kirchenruinen, die die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Geisterstadt darstellen. Weiterhin ist ein kleines Privatmuseum zu besichtigen welches zur Geschichte des Ortes Auskunft gibt.  In der Dorfmitte steht ein Quellbrunnen aus dem 17. Jahrhundert. Kayaköy wurde von der UNESCO als World Friendship and Peace Village deklariert.