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(Bilder Xanthos)
Wir fahren weiter nach Xanthos und dem Tempelbezirk Letoon. Die geschichtsträchtigen Orte liegen ca. 35 km südöstlich von Fethiye auf einer Anhöhe beim Dorf Kinik direkt an der Küstenstraße. Die Anhöhe beherrscht die weite Ebene im Osten. Dort werden heute Tabak, Baumwolle und Gemüse angebaut.
Xanthos war einst mächtigste Stadt des lykischen Bundes. Xanthos und der Tempelbezirk Letoon spielten in der wechselvollen Geschichte des Lykischen Bundes eine entscheidende Rolle. Kampf um Selbständigkeit und Unabhängigkeit prägen die Geschichte von Xanthos seit ca. 1800 Jahren. Die Stadt wird in Homers Epos des Trojanischen Krieges erwähnt. Erste Siedlungsspuren können bislang nur bis ins 7. Jh. sicher datiert werden. Eine dramatische Geschichte hat sich nach Herodots Aufzeichnungen im Jahr 545 v. Chr. abgespielt. Nach einem verzweifelten Abwehrkampf gegen die Truppen des persischen Feldherrn Harpagos zogen sich die Lykier in die befestigte Stadt zurück und verschanzten sich. Die Männer sammelten ihre Frauen, Kinder, Sklaven und allen Besitz in der Burg und brannten diese vollständig nieder. Entschlossen wagten sie einen Ausfall, bei dem alle von den Persern getötet wurden. Nur 80 Familien, so Herodot, überlebten, weil sie zur Zeit des persischen Angriffs außerhalb der Stadt waren. Ein weiterer Großbrand ereignete sich um 470 v.Chr. nach Eroberung durch den athener Feldherrn Kimon. Die Herrschafdt Athens endete bereits im Jahr 429 v.Chr. durch den persischen Stadtfürsten Kherei. In dieser Schlacht verlor der Athener Feldher Melesandros sein Leben (durch Inschriftenpfeiler von Xanthos belegt). Nach etwa 100 Jahren persischer Oberhoheit erlebte Xanthos eine Blütezeit mit der Erweiterung des Stadtgebietes. Glanzvolle Grabbauten und Denkmäler wurden errichtet. Alexander dem Großen unterwarf sich Xanthos wohl kampflos. Die Stadt geriet jedoch in die Wirren der wechselnden nachfolgenden Diadochenreiche. In der Zeit von 188 – 168 v.Chr. stand die Stadt unter der Herrschaft von Rhodos. Xanthos stand dem Lykischsen Bund vor und unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu Rom. Die nächste Katastrophe ließ nicht lange auf sich warten. In den Wirren des römischen Bürgerkrieges (um 42 v.Chr.) versuchte Brutus Truplpen zu rekrutieren und Geld einzutreiben. Die lykischen Truppen wurden geschlagen, die Stadt belagert und wiederum brannten die Xanthier alle Gebäude mit Frauen und Kindern nieder und töteten einander. Diese Tragödie führte dazu das die Römischen Caesaren Marcus Antonius und später Vespasian die Stadt wieder aufbauen ließen. Theater, Agora (Marktplatz) wurden prachtvoll ausgestattet. Außerdem wurde die Stadt unter dauerhaften römischen Schutz und Förderung gestellt. Der Niedergang begann in byzantinischer Zeit als sich die Bewohner in Kleinasien aufgrund von Einfällen fremder Herrscher in Schutzburgen zurückziehen mußten. Die antiken Bauten wurden für die Verstärkung der Festungsanlagen benötigt und geschliffen. Xanthos verschwand ab dem 7. Jhr. n.Chr. nach den Arabereinfällen in die Bedeutungslosigkeit.
Wir fahren weiter nach Xanthos und dem Tempelbezirk Letoon. Die geschichtsträchtigen Orte liegen ca. 35 km südöstlich von Fethiye auf einer Anhöhe beim Dorf Kinik direkt an der Küstenstraße. Die Anhöhe beherrscht die weite Ebene im Osten. Dort werden heute Tabak, Baumwolle und Gemüse angebaut.
Xanthos war einst mächtigste Stadt des lykischen Bundes. Xanthos und der Tempelbezirk Letoon spielten in der wechselvollen Geschichte des Lykischen Bundes eine entscheidende Rolle. Kampf um Selbständigkeit und Unabhängigkeit prägen die Geschichte von Xanthos seit ca. 1800 Jahren. Die Stadt wird in Homers Epos des Trojanischen Krieges erwähnt. Erste Siedlungsspuren können bislang nur bis ins 7. Jh. sicher datiert werden. Eine dramatische Geschichte hat sich nach Herodots Aufzeichnungen im Jahr 545 v. Chr. abgespielt. Nach einem verzweifelten Abwehrkampf gegen die Truppen des persischen Feldherrn Harpagos zogen sich die Lykier in die befestigte Stadt zurück und verschanzten sich. Die Männer sammelten ihre Frauen, Kinder, Sklaven und allen Besitz in der Burg und brannten diese vollständig nieder. Entschlossen wagten sie einen Ausfall, bei dem alle von den Persern getötet wurden. Nur 80 Familien, so Herodot, überlebten, weil sie zur Zeit des persischen Angriffs außerhalb der Stadt waren. Ein weiterer Großbrand ereignete sich um 470 v.Chr. nach Eroberung durch den athener Feldherrn Kimon. Die Herrschafdt Athens endete bereits im Jahr 429 v.Chr. durch den persischen Stadtfürsten Kherei. In dieser Schlacht verlor der Athener Feldher Melesandros sein Leben (durch Inschriftenpfeiler von Xanthos belegt). Nach etwa 100 Jahren persischer Oberhoheit erlebte Xanthos eine Blütezeit mit der Erweiterung des Stadtgebietes. Glanzvolle Grabbauten und Denkmäler wurden errichtet. Alexander dem Großen unterwarf sich Xanthos wohl kampflos. Die Stadt geriet jedoch in die Wirren der wechselnden nachfolgenden Diadochenreiche. In der Zeit von 188 – 168 v.Chr. stand die Stadt unter der Herrschaft von Rhodos. Xanthos stand dem Lykischsen Bund vor und unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu Rom. Die nächste Katastrophe ließ nicht lange auf sich warten. In den Wirren des römischen Bürgerkrieges (um 42 v.Chr.) versuchte Brutus Truplpen zu rekrutieren und Geld einzutreiben. Die lykischen Truppen wurden geschlagen, die Stadt belagert und wiederum brannten die Xanthier alle Gebäude mit Frauen und Kindern nieder und töteten einander. Diese Tragödie führte dazu das die Römischen Caesaren Marcus Antonius und später Vespasian die Stadt wieder aufbauen ließen. Theater, Agora (Marktplatz) wurden prachtvoll ausgestattet. Außerdem wurde die Stadt unter dauerhaften römischen Schutz und Förderung gestellt. Der Niedergang begann in byzantinischer Zeit als sich die Bewohner in Kleinasien aufgrund von Einfällen fremder Herrscher in Schutzburgen zurückziehen mußten. Die antiken Bauten wurden für die Verstärkung der Festungsanlagen benötigt und geschliffen. Xanthos verschwand ab dem 7. Jhr. n.Chr. nach den Arabereinfällen in die Bedeutungslosigkeit.
Sehenswürdigkeiten:
1. Hellenistisches-Stadttor
2. Vespasian-Bogen
3. Nereiden-Tempel
4. Polygonale Stadtmauer
5. Hyposorion-Grab
6. Theater (mit lykischem Hyposorion-Grab)
7. Harpyien-Monument
8. Byzantinische Stadtmauer
9. Agora
10.Inschriften-Pfeiler
11.Basilika
12.Tänzerinnen-Sarkophag
13.Löwengrab
14.Sarkophag des Payava
15.Pfeilergrab
16.Lykische Metropole
17.Byzantinischers Kloster
(Anmerkung: das berühmte Nereiden-Monument, ein ionischer Peripteral-Tempel (um 390 v.Chr.) wurde bei einem der größten legalen Kunstraub der Geschichte nach London verbracht)


