Ein Ausflug in den Köprülü-Nationalpark führt uns in die abgelegene, grandiose Bergwelt des Taurus-Gebirges zur antiken Stadt Selge (1050 m Höhe). Die ehemals schlechte Straße wurde neu befestigt. Von Side aus kommend biegt man rechts von der Küstenstraße nach Beskonak ab, fährt dann weiter durch das Dorf Tasagil und folgt dem Flussbett des Köprülü-Cayi. Das Flussbett ist ca. 14 km lang und ist stellenweise bis zu 400 m hoch. Die kurvenreiche Straße verläuft unrgelmäßig über Gebirgsbäche und einsame Wälder. In Beskonak gibt es ein gutes Fischrestaurant und die Möglichkeit Kajak zu fahren. Leider wird einem die eine oder andere Aktivität durch aufdringliche Kinder verleidet. Kurz hinter dem Restaurant überquert man den Köprülü und folgt der Waldstraße zu einer alten Römerbrücke. Von hier aus fahren wir noch ca. 6 km auf einem schlechen Weg. Wir machen ab und zu halt um die traumhafte Aussicht auf die Taurus Gipfel zu genießen. Hier oben entdecken wir die einzig übriggebliebenen Zypressenwälder der Türkei. Auf dem letzten Wegestück treffen wir auf „kleine Wegelagerer“, die zum Dorf Altinkaya (früher Zerk) mit hochgenommen werden wollen, sich dann aber schnell als Fremdenführer anbieten. Zum Auffinden der antiken Stätten ist nun wirklich kein Fremden-führer nötig.
Das genaue Gründungsdatum von Selge ist nicht bekannt. Nach alter Überlieferung soll der Seher Kalchas nach dem Trojanischen Krieg der Gründer der Stadt (wie auch anderer Städte in Pisidien und Pamphylien) sein. Die Besiedlung soll dann durch Griechen aus Sparta erfolgt sein. Münzfunde belegen die Besiedlung des Ortes bereits seit dem 5. Jhr. v. Chr. Die Hochebene von Selge war fruchtbar (Anbau von Wein, Oliven). Politische gute Beziehungen bestanden zur Nachbarstadt Aspendos. Das Verhältnis zu anderen Nachbarstädten war eher kriegerisch gepräft. Selge verbündete sich mit Alexander dem Großen nach dessen Durchzug durch Kleinaslien. Jedoch konnte die Belagerung von Termessos nicht erfolgreich durchgeführt werden. Im Jahr 25 v.Chr. verliert Selge seine Selbständigkeit und wird römische Provinz (Eingliederung nach Galatien). Unter dem Das römischen Kaiserreich erlangte Selge seine größte Blütezeit. Die Goten belagern Selge im Jahr 339 n.Chr. Erfolglos. In byzantinischer Zeit war Selge Bischofssitz und wurde später in seldschukischer Zeit aufgegeben.
Selge war einst eine prächtige Stadt und erstreckte sich auf drei Hügeln westlich von Altinkaya. Heute sind nur noch wenige Ruinen erhalten zumal die Bewohner der Region die antiken Stätten als Baumaterial für eigene Zwecke benutzen. Das Theater dient als Steinbruch, das Stadion wurde in ein Terrassenfeld und die Mauern der unteren Agora finden sich in den Häufern des Dorfes wieder. Wir parken in der Nähe des OsttoresDas genaue Gründungsdatum von Selge ist nicht bekannt. Nach alter Überlieferung soll der Seher Kalchas nach dem Trojanischen Krieg der Gründer der Stadt (wie auch anderer Städte in Pisidien und Pamphylien) sein. Die Besiedlung soll dann durch Griechen aus Sparta erfolgt sein. Münzfunde belegen die Besiedlung des Ortes bereits seit dem 5. Jhr. v. Chr. Die Hochebene von Selge war fruchtbar (Anbau von Wein, Oliven). Politische gute Beziehungen bestanden zur Nachbarstadt Aspendos. Das Verhältnis zu anderen Nachbarstädten war eher kriegerisch gepräft. Selge verbündete sich mit Alexander dem Großen nach dessen Durchzug durch Kleinaslien. Jedoch konnte die Belagerung von Termessos nicht erfolgreich durchgeführt werden. Im Jahr 25 v.Chr. verliert Selge seine Selbständigkeit und wird römische Provinz (Eingliederung nach Galatien). Unter dem Das römischen Kaiserreich erlangte Selge seine größte Blütezeit. Die Goten belagern Selge im Jahr 339 n.Chr. Erfolglos. In byzantinischer Zeit war Selge Bischofssitz und wurde später in seldschukischer Zeit aufgegeben.
Sehenswürdigkeiten:
1. Theater (Fassungsvermögen für ca. 8500 Personen)
Ein Blick vom obersten Rang offenbart die Struktur des Stadions,
die unter Agora (heute nicht mehr sichtbar) und das heutige Dorf.
2. Osttor (gut erhalten) an einer Thermenanlage vorbei zur Nordkuppe.
3. Nordkuppe mit christlicher Basilika (byzantinischer Bischofssitz)
4. Südlich stand ein Podiumstempel des Kaiserkult mit ca. 230 m langen
Kollonadenstraße bis zur Oberen Agora.
5. Klosterberg mit Grundmauern einer Kloseranlage im Südosten der Oberen Agora
6. Kesbedion-Kuppe im Westen (ältester Siedlungsplatz)
stark zerstörter Zeus Tempel und Reste des Artemis Tempels mit schöner
Aussicht über die Gesamtanlage.
1. Routenplaner Manavgat - Selge


