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Die heilige Thekla war der Legende nach die erste Märtyrerin des Christentums. An das Wirken der heiligen Thekla erinnert die katholische Kirche am 23.09 (orthodoxe Kirche am 24.09) eines jeden Jahres. Bereits im 4. Jahrhundert wurde die Heilige verehrt. So gab es in Seleuka im heutigen Irak eine Wallfahrtskirche, die von Tausenden Pilgern besucht wurde. In Deutschland wird das Thekla-Brot zum Schutz oder zur Heilung von Mensch und Tier verteilt. Eng verbunden mit der Heiligen Thekla sind der Löwe, wilde Tiere und der Scheiterhaufen. Nach der Überlieferung bekehre der Heilige Paulus Thekla in ihrer Heimatstadt Ikonion zum Christentum. Thekla wurde eine Schülerin von Paulus und folgte ihm auf seinen Reisen. Thekla wurde mehrfach zum Tode verurteilt, konnte sich aber auf wundersame Weise immer wieder retten. So zog, als sie auf dem Scheiterhaufen sterben sollte, ein Unwetter mit heftigem Regen und Hagel auf, das das Feuer löschte. Später wurde sie den wilden Tieren vorgeworfen, konnte sich aber in einen Wassergraben retten, um sich selbst zu taufen, worauf die Tiere von ihr abließen. Nach dem Tod des Apostels Paulus lebte sie bis ins hohe Alter als Eremitin in einer Höhle bei Seleukia am Kalykadnos. An dieser Stelle, heute Ayathekla genannt, entwickelte sich in der Spätantike ein bekannter Wallfahrtsort. Ein ebenso bedeutender Wallfahrtsort ist eine Höhle (arabisch: Mağarat Mār Taqlā) im syrischen Bergort Maalula.



































