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(Karte)
Das Herrschaftsgebiet des Priesterstaates Olba umfaßte vermutlich im wesentlichen die Region um die heutigen Ortschaften:
a) Mut, b) Göksutal, Silifke, c) Demircili, d) Uzuncaburç, e) Ura/Olba, f) Canbazli, g) Adamkayalar, h) Kanlidivane,i) Kanytelis, j) Ayas, Elaiussa Sebaste, k) Römergräber, l) Korykos, m) Kizkalesi, n) Narlikuyu.
Die Orte Olba und Diokaisareia (das heutige Uzuncaburç) liegen im Hochland im sog. Rauhen Kilikien zwischen den Flüssen Lamos und Kalykadnos. Olba war ein mächtiger und berühmter Priesterstaat, der über mehrere Jahrunderte von einer Priesterkaste, den Teukriden geführt wurde. Die Priester von Olba verehrten das Zeus-Heiligtum. Das Heiligtum befand sich nicht in der Stadt Olba sondern vielmehr außerhalb der Stadt (ca. 5 km westlich) im Ort Diokaisareia (heutiges Uzuncaburç). Zur geschichtlichen Verständnis dieser Region ist folgendes anzumerken. Die Stadt Olba war zunächst die eigentliche Wohnstadt und in Diokaisareia wurde das Zeus-Heiligtum verehrt. Zu einer späteren Zeit wurde durch eine angrenzende Besiedlung das Heiligtum Diokaisareia selbständig. Eine große Ausbauphase des Ortes, vermutlich unter dem Namen Dokaisereia, ist der Zeitepoche ab der zweiten Hälfte des 1. Jahrhundert der römischen Kaiserzeit zuzuordnen. Die geschichtlichen Quellen und Zeitdaten sind sehr dürftig, die Angaben von Strabon ungenau. Stabon beschreibt in seinen Aufzeichnungen eine andere Region (ca. 60 km Luftlinie weiter östlich).
Geschichte:
ca. 600 v.Chr. - Olba, als Hauptstadt des Staaates Pirindu??
(urpsprüngl. Name Ura / Harrua??)
557/556 v.Chr. - Feldzug des babylonischen Herrschers Neriglissar??
um 550 - Perser erlangen die Oberhoheit über Kilikien und das
olbische Gebiet
386-333 v. Chr. - Olba wird Satrapie Kilikia
Hellinistische Zeit - wechselnde Herrscher in Kilikien aufgrund der
Diadochen- Auseinandersetzungen zwischen Seleukiden
und Ptolomaiern
Ende 3. - Anfang 2. Jh. v. Chr. - Teukridendynastie in Olba
- enge Verbindung zwischen den olbischen Priestern
und den Seleukiden (Seleukos I. Nikator)
- 63 v. Chr. - Feldherr Pompejus setzt den letzten Seleukidenherrscher ab
- Tyrannen und Piraten übernehmen Herrschaft über Kilikien
Auswirkungen auf Herrschaftsgebiet Olba nicht bekannt
75/76 n.Chr. - Herrschaftszeit der olbischen Priester
- Eingliederung in die römische Provinz Cilicia (durch Vespasian)
- Heiligtum (Diokaisareia) wird vermutlich eigenständige Polis
Folgezeit - Besiedlung beider Orte Diokaisareia erlangt größere
Bedeutung als Olba
bis 7./8. Jh. n. Chr. - beide Orte bleiben Bischofssitze (Suffragane von Seleukia)
byzantinische Zeit - Olba wird der Provinz Isaura und später Pamphylilen einverleibt.
Das Herrschaftsgebiet des Priesterstaates Olba umfaßte vermutlich im wesentlichen die Region um die heutigen Ortschaften:
a) Mut, b) Göksutal, Silifke, c) Demircili, d) Uzuncaburç, e) Ura/Olba, f) Canbazli, g) Adamkayalar, h) Kanlidivane,i) Kanytelis, j) Ayas, Elaiussa Sebaste, k) Römergräber, l) Korykos, m) Kizkalesi, n) Narlikuyu.
Die Orte Olba und Diokaisareia (das heutige Uzuncaburç) liegen im Hochland im sog. Rauhen Kilikien zwischen den Flüssen Lamos und Kalykadnos. Olba war ein mächtiger und berühmter Priesterstaat, der über mehrere Jahrunderte von einer Priesterkaste, den Teukriden geführt wurde. Die Priester von Olba verehrten das Zeus-Heiligtum. Das Heiligtum befand sich nicht in der Stadt Olba sondern vielmehr außerhalb der Stadt (ca. 5 km westlich) im Ort Diokaisareia (heutiges Uzuncaburç). Zur geschichtlichen Verständnis dieser Region ist folgendes anzumerken. Die Stadt Olba war zunächst die eigentliche Wohnstadt und in Diokaisareia wurde das Zeus-Heiligtum verehrt. Zu einer späteren Zeit wurde durch eine angrenzende Besiedlung das Heiligtum Diokaisareia selbständig. Eine große Ausbauphase des Ortes, vermutlich unter dem Namen Dokaisereia, ist der Zeitepoche ab der zweiten Hälfte des 1. Jahrhundert der römischen Kaiserzeit zuzuordnen. Die geschichtlichen Quellen und Zeitdaten sind sehr dürftig, die Angaben von Strabon ungenau. Stabon beschreibt in seinen Aufzeichnungen eine andere Region (ca. 60 km Luftlinie weiter östlich).
Geschichte:
ca. 600 v.Chr. - Olba, als Hauptstadt des Staaates Pirindu??
(urpsprüngl. Name Ura / Harrua??)
557/556 v.Chr. - Feldzug des babylonischen Herrschers Neriglissar??
um 550 - Perser erlangen die Oberhoheit über Kilikien und das
olbische Gebiet
386-333 v. Chr. - Olba wird Satrapie Kilikia
Hellinistische Zeit - wechselnde Herrscher in Kilikien aufgrund der
Diadochen- Auseinandersetzungen zwischen Seleukiden
und Ptolomaiern
Ende 3. - Anfang 2. Jh. v. Chr. - Teukridendynastie in Olba
- enge Verbindung zwischen den olbischen Priestern
und den Seleukiden (Seleukos I. Nikator)
- 63 v. Chr. - Feldherr Pompejus setzt den letzten Seleukidenherrscher ab
- Tyrannen und Piraten übernehmen Herrschaft über Kilikien
Auswirkungen auf Herrschaftsgebiet Olba nicht bekannt
75/76 n.Chr. - Herrschaftszeit der olbischen Priester
- Eingliederung in die römische Provinz Cilicia (durch Vespasian)
- Heiligtum (Diokaisareia) wird vermutlich eigenständige Polis
Folgezeit - Besiedlung beider Orte Diokaisareia erlangt größere
Bedeutung als Olba
bis 7./8. Jh. n. Chr. - beide Orte bleiben Bischofssitze (Suffragane von Seleukia)
byzantinische Zeit - Olba wird der Provinz Isaura und später Pamphylilen einverleibt.
Lage der Stadt:
Die hellinistitsche Stadt liegt auf einem Hügel. Ein gigantischer Aquädukt sowie Mauerreste und Wehrtürme sind heute noch mehr oder weniger gut erhalten. Von den Stadtresten ist in der heutigen Zeit wenig zu sehen. Betritt man die antike Stadt durch den gewaltigen Aquädukt fallen dem Besucher die Mauerreste eines Kanals auf, durch den vermutlich die Bewässerung der Stadt erfolgte. Inschriften am Aquädukt weisen auf eine Errichtung unter Kaisers Severus Septimus (193-211 n.Chr.) sowie einer Restauration um die Zeit von 560 n.Chr.(Regierungszeit des Kaisers Justinian II) hin. Der zweigeschossige Aquädukt, überspannt ein enges Tal und hat eine Länge von ca. 150 Metern und eine Höhe von 25 m. Im Tal (etwa 100 m vom Aquädukt) befindet sich an der nördlichen Seite ein Felsengrab mit einem Tempelrelief. In den Felsen eingelassen befindet sich eine Grabkammer mit einer Abbildung einer Tempelfassade mit Gebälk, Säulen und Altar. Die Wohnbebauung erfolgte am Nordhang. In einem Gebäude sind 6 Steinbecken mit einem Durchmesser von ca. 60 cm zu besichtigen. In diesen Steinbecken könnte Wein gekeltert oder Öl gepresst worden sein. In den Häusern wurde eine separate Wasserleitung geführt deren Kanal verschlossen werden konnte. Im weiteren Umfeld des nördlichen und südlichen Bereichs der Stadt sind noch einigen Nekropolen zu besichtigen. Die südliche Nekropole Liegt ca. 250 m vom Nymphaeum entfernt. Hier sind noch zahlreiche Felsengräber und Sarkophage aus römischer Zeit vorhanden.
Literatur: Silifke (Seleukeia am Kalykandnos und Umgebung / Celal Taskiran).
Die hellinistitsche Stadt liegt auf einem Hügel. Ein gigantischer Aquädukt sowie Mauerreste und Wehrtürme sind heute noch mehr oder weniger gut erhalten. Von den Stadtresten ist in der heutigen Zeit wenig zu sehen. Betritt man die antike Stadt durch den gewaltigen Aquädukt fallen dem Besucher die Mauerreste eines Kanals auf, durch den vermutlich die Bewässerung der Stadt erfolgte. Inschriften am Aquädukt weisen auf eine Errichtung unter Kaisers Severus Septimus (193-211 n.Chr.) sowie einer Restauration um die Zeit von 560 n.Chr.(Regierungszeit des Kaisers Justinian II) hin. Der zweigeschossige Aquädukt, überspannt ein enges Tal und hat eine Länge von ca. 150 Metern und eine Höhe von 25 m. Im Tal (etwa 100 m vom Aquädukt) befindet sich an der nördlichen Seite ein Felsengrab mit einem Tempelrelief. In den Felsen eingelassen befindet sich eine Grabkammer mit einer Abbildung einer Tempelfassade mit Gebälk, Säulen und Altar. Die Wohnbebauung erfolgte am Nordhang. In einem Gebäude sind 6 Steinbecken mit einem Durchmesser von ca. 60 cm zu besichtigen. In diesen Steinbecken könnte Wein gekeltert oder Öl gepresst worden sein. In den Häusern wurde eine separate Wasserleitung geführt deren Kanal verschlossen werden konnte. Im weiteren Umfeld des nördlichen und südlichen Bereichs der Stadt sind noch einigen Nekropolen zu besichtigen. Die südliche Nekropole Liegt ca. 250 m vom Nymphaeum entfernt. Hier sind noch zahlreiche Felsengräber und Sarkophage aus römischer Zeit vorhanden.
Literatur: Silifke (Seleukeia am Kalykandnos und Umgebung / Celal Taskiran).


