1290-1324 Osman I (Begründer der osmanischen Dynastie) errichtet ein
osmanisches Fürstentum in Bithynien
1324 Eroberung Bursa´s durch Orhan (Sohn Osman´s). Bursa wird
1.Hauptstadt des osmanischen Reiches und bleibt auch nach der
Verlegung der Residenz nach Edirne bzw. Istanbul Nekropolstätte der
osmanischen Sultane
1326 Eroberung Edirne (Adrianopel) auf europäischem Boden;
in Anatolien herrschen weiterhin unabhängige Emirate
1345 1. Einfall der Osmanen in Europa. Osmanen gewähren dem
byzantinischen Kaiser Johannes VI, Kantakuzenos beistand. Orhan
heiratet dessen Tochter Theodora
1362 Osmanen erobern Adiranopel. Die Stadt wird in Edrine umbenannt und neue
Hauptstadt des osmanischen Reiches
1389 Schlacht von Kossovo
1397 Beyazid I erobert Konya
Anerkennung von den Mameluken als „Sultan des Römerlandes“
1399 Beyazid I unterwirt die Emirate
1370-1405 Unter Timur Lenk erobern die Mongolen weitere Teile Zentralasiens bis Indien
die Region erlebt einen kulturellen Höhepunkt
1402 Timur Lenk besiegt in der Schlacht von Ankara den osmanischen
Herrscher Bayazid I.
1415 Mehmet I erobert Antalya zurück
Osmanen konsolodieren ihr Reich nach Abzug der Mongolen
ab 1438 Ausbildung junger Männer zu Janitscharen (Elitetruppe für erstes stehendes Heer)
1451 Sultan Mehmet Fatih II (Sultan Mehmed der Eroberer) alleiniger Herrscher
1452 Friedensvertrag mit Ungarn und Venedig
1453 Sultan Mehmet Fatih erobert Konstantinopel und macht es zur neuen
Hauptstadt der Osmanen. Damit endet die byzantinis Herrschaft
Errichtung des Topkapi Palastes in Istanbul
1461 Ausdehnung des Territoriums und Eroberung Teile Serbiens und
Griechenlands, die Walachei, Trapezunt, Bosnien, Karaman und Albanien
Osmanische Kultur erlebt großen Aufschwung. Bau 300 Moscheen,
57 Medresen (Koranschuledn) und 59 Bäder
1480 Einfall in Italien und Eroberung der Stadt Otranto
3.5.1481 Mehmed II. starb auf der sog. „Sultanswiese“ bei Üsküdar
1494 Geburt Süleymans I (Süleyman der Große)
1509 Süleyman I wird Statthalter von Kaffa
1513 Süleyman I wird Statthalter von Magnesia
1514 Schlacht von Caldiran in Ostanatolien. Die Osmanen besiegen das
safavidische Persien
1520 Süleyman I erlangt die Sultanswürde nach dem Tode des Vaters
1522 Unter Süleyman I erreicht das Land die größte Ausdehnung
(Balkan, Ägypten, Persien)
Der Ritterorden der Johanniter auf Rhodos, die späteren Malteser
werden zur Kapitulation gezwungen. Türken kontrollieren das
gesamte östliche Mitelmeer; Kleinasiens Küsten verlieren ihre
Bedeutung im Fernhandel
1526 Schlacht bei Mohacs. Osmanen besiegen die ungarischen Truppen
In der Schlacht von Mohács erlitt das Heer des Vielvölker-Königreiches
Ungarn unter König Ludwig II. und Pál Tomori gegen die Osmanen
unter Süleyman I.
1529 1.osmanische Belagerung Wiens
1566 Süleyman I stirbt nach 46-jähriger Herrschaft, der längsten in der
osmanischen Geschichte
17./18.Jh. die Sultane verstricken sich in Haremsintrigen, die „'Hohe Pforte“
(Residenz der Großwesire) übernimmt mehr und mehr die Macht
Janitscharen reißen die Macht am Hofe an sich.
1683 2. osmanische Belagerung Wiens
erfolglose Belagerung zwischen 14. Juli und 12. September
durch die Türken unter Kara Mustafa
1728 Ibrahim Müteferriqa nimmt die erste osmanisch-türkische
Druckerpresse des osmanischen Reiches in Betrieb
ab 18. Jh. Häufung der militärischen Niederlagen der osmanischen Truppen
1789-1807 erste Heeresreform als Reaktion auf die militärischen Niederlagen
1826 Abschaffung der Janitscharen unter Sultan Mahmud II
Beginn der osmanischen Reformzeit nach europäischem Vorbild
1829 Die Unabhängigkeit der Griechen wird durch die Osmanen anferkannt
(Freiheitskampf seit 1821). Der Sultan muss Kilikien
seinem praktisch souveränen Pascha von Ägypten, Mehmet Ali, überlassen
1831 1.osmanische Zeitung erscheint
1839-1876 Tanzimat-Periode (Periode tiefgreifender Reformen im Osmanischen Reich
bezeichnet, die 1839 begann und 1876 mit der Annahme der
Osmanischen Verfassung endete
1839 Hatt-i serif von Gülhane (Erklärung der Menschen und Bürgerrechte nach
französischen Vorbild. Unabhängig von der Religionszugehörigkeit sollte die
Verfassung den Schutz „des Lebens, der Ehre und des
Vermögens der Bevölkerung“ garantieren.
1856 Hatt-i Humayun (Großherrliches Handschreiben)
Die wichtigsten Reformedikte waren der Hatt-ı Scherif (Edles Handschreiben) von
Gülhane (1839), der Hatt-ı Hümâyûn (Großherrliches Handschreiben) (1856) sowie
die Verfassung von 1876, mit denen schrittweise und mit Einschränkungen (1839
lauten diese „im Rahmen der Scheriatgesetze“) die Gleichheit und
Gleichbehandlung aller Untertanen unabhängig von ihrer Religion eingeführt wurde.
1867 Sultan ´Abdul ´aziz unternimmt als 1. osmanischer Sultan eine Reise
außerhalb des osmanischen Reiches
1876-1909 Restauration autoriärer Verhältnisse.
Pan-Islamismus, Pan-Turkismus und Pan-Osmanismus bestimmen die
politische Debatte, dazu kommen verstärkt Konflikte zwischen den
verschiedenen Religionsgruppen
Der Turanismus ist eine Ideologie, die einen gemeinsamen Ursprung der Türken,
Ungarn, Finnen, Esten, Mongolen, Mandschuren und Jakuten annimmt.[1] Die
spekulative Urheimat dieser „Turanier“ oder „turaniden Rasse“ war Turan, eine
mythische Landschaft in Zentralasien, jenseits des Oxus. Gleichzeitig bezeichnet
Turanismus das Bestreben, diese Völker zu einer geistigen und kulturellen Einheit
zusammenzufassen. Der Turanismus trägt irredentistische Züge und gehört zu den
sogenannten Pan-Bewegungen.
1889 Kaiser Wilhelm II festigt während einer Türkei Reise das Bündnis mit dem
deutschen Reich.
1902 Bau der Bagdad Bahn (Eisenbahnverbindung zum Persichen Golf)
1908 Aufstand der Jungtürken. Die Jungtürken (türk. Jön Türkler und frz. Jeunes-Turcs)
waren eine politische Bewegung im Osmanischen Reich, die seit 1876 illegal auf
liberale Reformen und eine konstitutionelle Staatsform hinarbeitete. Ziel war die
Stärkung des außenpolitisch geschwächten und innenpolitisch vom
Zerfall bedrohten Reiches durch systematische politische,
militärische und wirtschaftliche Modernisierung. Die wichtigste
jungtürkische Partei war die İttihad ve Terakki
(„Komitee für Einheit und Fortschritt“).
1908-1914 Osmanischer Staat verliert zahlreiche Territorien am Balkan
1914 Osmanen beteiligen sich auf Seite der Mittelmächte am 1.Weltkrieg
1915 Genozid an den Armeniern des osmanischen Reiches


