Im 17. Jahrhundert reichte das Osmanenreich noch bis an die Tore Wiens. Im Gefolge des Ersten Weltkrieges verfiel das Osmanenreich zusehens und die Griechen drangen nach 1918 von Smyrna (heute Ýzmir) aus in Richtung Ankara vor. Der kleinasiatischer Teil wurde im Griechisch-Türkischen Krieg 1919-1922 unter Atatürk wieder zurückerobert. Am Ende der Kämpfe folgte die Vertreibung mehrerer Millionen Menschen. Erst der im Vertrag von Lausanne vereinbarte „Bevölkerungsaustausch" von 1923 regelte die Gebietsansprüche der Türken und Griechen. Heute ist die Türkei ein Einheitsstaat mit annähernd 99 Prozent muslimischer Bevölkerung ist laizistisch geprägt; er wurde nach dem Ersten Weltkrieg der Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches. Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk war bestrebt, die Türkei durch viele gesellschaftliche Reformen nach dem Vorbild verschiedener europäischer Nationalstaaten zu modernisieren. Heute gliedert sich die Türkei in 81 Provinzen, davon 76 in Kleinasien sowie 5 im europäischen Teil westlich Istanbuls.


