Die Landschaft Kleinasien ist nicht nur ein fantastisches Reiseland mit freundlichen Menschen, viel Sonne, blauem Himmel und feinen Stränden. Der Besucher stellt schnell fest, daß er sich in einem der größten Freilicht-Museen der Welt befindet. Das imposante Land kann man getrost auch als Schmelztigel der Kulturen bezeichnen. Aufgrund der Vielzahl der Völker, die hier seit Jahrtausenden siedelten fällt es dem interessierten Besucher schwer die einzelnen Kulturen auseinander zu halten oder einem Volk zuzuordnen. Reiche wurden aufgebaut, erlebten ihre Blütezeit, gingen unter und gerieten in Vergessenheit. Wer kennt alle die Namen aller Völker, die Herrschaftszeiten und die Besiedlungsgebiete, deren Kulturen im Staub der Geschichte vergraben liegen und die der Vergessenheit anheim gefallen sind. Die Geschichte wird immer wieder neu geschrieben werden. Je nach Ausgrabungsfund, Keilschrifttafeln, Papyri, Steleninschriften, Bibeltexten oder antiken Reiseberichten. Die nachstehende Übersicht soll dem interessierten Leser die Vielzahl der Völker, die über die Jahrtausende in Kleinasien oder in den angrenzenden Gebieten verweilt haben, näher bringen. Die Übersicht erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch, keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit hinsichtlich der Zeitepoche und der Bezeichnung der jeweiligen Volksgruppe. Für eine genaue Abgrenzung sind die Fundstellen und Quelltexte oftmals viel zu vage und ungenau. Die Zeittafeln beziehen sich größtenteils auf den gesamten Herrschaftszeitraum eines Volkes. Viele Völker siedelten in einem ganz anderen Stammgebiet (Bsp. antike Römer, Mongolen, Griechen). Die Herrschaftszeit und Verweildauer der unterschiedlichsten Völker in Kleinasien sind oft nur eine Episode oder Randnotiz der Geschichte (sh. Kreuzfahrerzeit), jedoch mit nachhaltigen Auswirkungen für Kleinasien. Die nachstehenden Zeitangaben beziehen sich zum Teil auch auf Landschaften, die von ihrer ersten Besiedlung bis in die heutige Zeit ihren Namen behielten obwohl hier die verschiedensten Völker siedelten (Beispiel Thrakien etc.). Anmerkung des Autors: Die Vergangenheit stellt sinnbildlich das Fundament eines Hauses dar, auf dessen Grundmauern die Gegenwart ruht und die Zukunft aufgebaut werden soll. Wer die Vergangenheit ignoriert, sie leugnet und aus ihren Fehlern nichts lernt wird den Einsturz seines Hauses erleben und dazu verurteilt sein es immer wieder aufzubauen" (siehe zeitaktuelle Entwicklung in Nordafrika und im Nahen Osten).


