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Çeşme

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Der Ferienort Cesme liegt auf der Spitze einer Halbinsel ca. 45 km welstlich von Urla entfernt. Der Name Cesme bedeutet "Brunnen" und kommt von den vielen Quellen in der Umgebung, die hier im 18. und 19. Jahrhundert entdeckt wurden. Cesme gehört mit seinen Anis-, Sesam- und Artischockenfeldern und Feigenplantagen zu den schönsten Gegenden in der Türkei. Eine im 14. Jahrhundert von den Genuesem errichtete und im 16. Jahrhundert von den Osmanen restaurierte und erweiterte Festung beherrscht die Hafenstadt Cesme auf der gleichnamigen Halbinsel. Viele Einwohner aus İzmir und İstanbul haben in Çeşme als Naherholungsgebiet entdeckt und verbringen in ihren Ferienhäusern an den Wochenenden Kurzurlaub. Seit dem Bau einer neuen Autobahn von İzmir nach Çeşme (O32) hat sich die Anfahrtszeit erheblich verkürzt. Der Flughafen Adrian Menderes in Izmir liegt ca. 90 km entfernt. Aus Izmir kommend fährt man zunächst durch den Ort Ilica mit seinen feinen und langen Sandstränden. Hier befinden sich nur einige Hotels, während Richtung Çesme, im Westen der Halbinsel, eine Vielzahl an Hotels gebaut wurden. Ein regelmäßiger Minibusservice verbindet beide Orte miteinander. In der Altstadt von Cesme laden Pensionen und kleinere Hotels zum Verweilen ein. Die luxuriösen Ferienanlagen erstrecken sich nach Osten und Westen entlang der Sandstrände. Die Region Cesme ist auch für ihre Thermalbäder bekannt. Viele Hotels nutzen das Wasser der Thermalquellen zur Heilung und Genesung aber auch für den Wellnessbereich. Die Alacati Region im Osten von Cesme erfreut sich wachsender Bekanntheit bei Wassersportlern. Die Gegend ist für Surfer ein Eldorado, da hier optimale Windbedingungen herrschen. Besondere Attraktionen für Cesmebesucher sind unter anderem die Boyalik Bucht, die Thermalbäder von Sifne, der Pirlanta Strand, der Catalazmak Strand, die Burg von Cesme und der Karawanenpalast („Kervansaray“), ein traditionelles Rasthaus für Reisende. Historisch bedeutsam wurde der Ort durch die Schlacht von Çeşme vom 5. bis 7. Juli 1770, in der die osmanische Flotte von der Flotte Russlands vernichtet wurde. Da die Fotografie zu dieser Zeit noch nicht erfunden war, sollte die Schlacht auf einem Gemälde festgehalten werden. Der Maler Jakob Philipp Hackert erhielt von der Zarin Katharina II den Auftrag ein Schlachtengemälde anzufertigen. Das Kuriosum war jedoch, dass Jakob Philipp Hackert jedoch keine Seeschlacht erlebt hatte. So wurde dem in Italien ansässigen Hackert eine alte Fregatte ausgesucht und dort in die Luft gesprengt, damit er davon sich einen Eindruck machen konnte. Das war möglich, weil die russische Flotte gerade dort vor Anker lag. Dieses Ereignis war spektakulär. Der Zyklus der Seeschlacht geriet Hackert zur Zufriedenheit der Zarin. Gleichwohl erfuhr die Darstellung der brennenden türkischen Fregatte durch Hackert wegen unrichtiger Darstellung von den Zeitgenossen auch Kritik. Auch der Russe Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski malte diese Seeschlacht.