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(Bilder Izmir)
Izmir, die westtürkische Provinzhauptstadt, an der türkischen Ägäisküste am Golf von Izmir gelegen ist mit knapp 3 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt der Türkei. Izmir ist nach Istanbul der wichtiste Hafen- und Handelsplatz. Die Stadt liegt am prächtigen Golf von Izmir (Izmir Körfezi), der zu den schönsten Buchten des Ägäischen Meeres zählt. Die Stadt weist nach ihren vielen Zerstörungen und nach dem großen Brand im Jahre 1922, außer der antiken Agora nur noch wenige Baudenkmäler auf. Izimir gilt als Zwischenstation für Kreuzfahrten in das östliche Mittelmeer und als Durchgangsstation für viele Studienreisen. Izmir, als Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt begründet die wirtschaftliche Bedeutung auf den Überseehafen, sowie als Finanzzentrale der Türkei und als Messestadt. In den letzten Jahren entwickelte sich eine bedeutende Industrie in den BereichenTextilien, Tabak, Lebensmittel, Papier, Chemikalien, Gerbereien und Teppichknüpfereien. Exportschlager sind Tabak, Baumwolle, Feigen, Rosinen, Oliven und Öle. Izmir ist auch eine wichtige Universitätsstadt.
Erste Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Izmir werden in die Zeit zwischen 6.500 – 4000 v.Chr. datiert. Das Gebiet wurde in dieser Zeit von vielen Völkern, wie den Luwier, Hethitern, Phrygen und Griechen beherrscht. Nach historischer Überlieferng bestand bereits 3000 v.Chr. etwa 3,5 km nördlich der heutigen Stadt auf dem Tepe Kule eine Ansiedlung der Troia-Yotan-Kultur. Um die Zeit des 11 Jh. v.Chr. besiedelten äolische Griechen eine Kolonie mit dem Namen Smyrna. Zu einer Blütezeit kam (Alt-) Smyrna im 8-7. Jh. v.Chr. (Wirkungsstätte des Dichters Homer).
Einen Niedergang erlitt Smyrna durch die Zerstörung durch den Lyder König Alyattes um 600 v. Chr. Die Stadt fristete über mehrere Jahrhunderte ein Schattendasein. Am Ende des 4. Jh. v. Chr. kam es zu einem Neuaufbau Smyrnas. Antigones I Monophthalmos etwa 3,5 km südwestlich der alten Stadt um den Akropolisberg Pagos (heute Kadifekale) eine neue Siedlung (im heutigen Stadtkern von Izmir) anlegte. Die Ansiedlung erlangte bald den Status einer Polis. Der zu dieser Zeit errichtete Hafen legte den Grundstein für Smyrnas Entwicklung zu einer der bedeutendsten Handelsstädte Asiens. Smyrna wurde als 13. Mitglied in den Ionischen Bund aufgenommen (Beiname „Zierde von Ionien“). Als Rom gegen Antiochos III Krieg führte und diesen gewann, stand Smyrna auf der Seite Roms. Während der italienischen Bundesgenossenkriegen stellte Smyrna ein Flottenkontingent und verhielt sich auch in den mithridatischen Kriegen römertreu. Die Erdbeben in den Jahren 178 und 180 n. Chr. beschädigten die Stadt erheblich. Der griechische Redner Aelius Aristides erwirkte bei Kaiser Marcus Aurelius den Wiederaufbau der Stadt. In der Spätantike war Smyrna ein wichtiges christliches Zentrum. Frühzeitig gründete sich eine christliche Gemeinde. Diese Gemeinde ist eine der sieben Gemeinden der Offenbarung des Johannes. Der biblische Verfasser der Offenbarung des Johannes schreibt dazu:
" An den Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: So spricht Er, der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut; und doch bist du reich. Und ich weiß, dass du von solchen geschmäht wirst, die sich als Juden ausgeben; sie sind es aber nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans. (Offb 2,8–9) Der Kirchenvater Polykarp von Smyrna, Verfasser eines Briefes an die Philipper, war im 2. Jahrhundert Bischof von Smyrna. Auch Ignatius von Antiochien hielt sich in Smyrna auf und soll dort vier der Ignatiusbriefe verfasst haben. Nachdem der Hafen von Ephesos versandete, wuchs die Bedeutung Smyrnas als Hafenstadt. Ab dem Jahr 395 n.Chr. gehörte Smyrna zum Byzantinischen Reich. Die Araber griffen die Stadt um 654 n.Chr. an und besetzten sie zeitweilig (672/673 n.Chr.). Die Folgejahrhunderte verliefen turbulent. Eroberung um 1083 n.Chr. durch Seeräuber (Tzachas). Im Jahr 1344 n.Chr. besetzten Kreuzfahrer des Johanniterordens die Stadt. Während des Mongolensturms eroberte 1402 n.Chr. Timur Lenk die Region. Nach dem Niedergang von Byzanz eroberten im Jahr 1424 n.Chr. die Osmanen unter Murad II die Stadt.
In der Seldschuken-Zeit und im Osmanischen reich war Smyrna der wichtigste Handelsplatz. Die Christen bildeten während der Besetzung durch das Osmanische Reich die Mehrheit. Die Bevölkerungsstruktur bestand aus orthodoxen Christen (Griechen), Ameniern, Türken, Juden und katholischen Christen. Die Bevölkerungsgruppen wohnten in jeweils eigenen Stadtvierteln. Smyrna war zu dieser Zeit Sitz des Generalgouverneurs des Wilayet Aydin, eines Metropoliten sowie je eines katholischen, griechischen und armenischen Erzbischofs.
Im Türkisch-GriechischenKrieg wurde Smyrna 1919 von griechischen Truppen besetzt. Mit dem Vertrag von Sevres (1920) kam die Stadt vorübergehend nach Griechenland. Im Jahr 1922 wurde die Stadt durch Kemal Pasa zurückerobert. Ein Teil der Stadt, der reiche nördliche Teil de Franken-, Griechen und Armenier) fiel einem Brand zum Opfer. Im Rahmen des Bevölkerungsaustausches wurde die Stadt neu konzipiert und wieder aufgebaut. Auf dem ausgebrannten Teilbereich entsand der Kulturpark mit dem Messegelände. Im Norden der Stadt entstanden Industrieanlagen. Im Südwesten der Stadt entlang der Bucht und am Nordufer des Golfes entstanden große Wohnviertel.
























































































































