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(Bilder Herakleia)
Das Ausflugsziel Herakleia erreicht man am besten mit dem Auto. Hearkleia liegt in der Provinz Mugla am Bafa See. Der Ort liegt an einer durch Verlandungsprozesse abgetrennten (Süßwasser-Gewässer) ehemaligen Bucht des Mittelmeeres. Im Ort Camicci (Bafa Dorf) folgt man der Ausschilderung (linker Hand) nach Herakleia. Man fährt über eine staubige Straße nach Bucak. Dann geht es über einen Höhenzug mit riesigen Steinblöcken nach insgesamt 10 km nach Herakleia. Zwischen den Ruinen der antiken Stadt liegt heute der Ort Kapikiri. Herakleia, das alte Latmos (Karische Stadt) wurde vermutlich um 1000 v.Chr. in der unwirtlichen aber sicheren Felsenlandschaft von den Griechen besiedelt. Die ursprünglich karische Stadt, geriet im 6. Jahrhundert ebenso wie die Städte Ioniens unter lydische und später persische Herrschaft. Latmos nahm vermutlich in der Zeit zwischen 499 – 494 v.Chr. ebenso wie die restlichen Städte Kariens am ionischen Aufstand teil. Nach 494 wurde Latmos befestigt und wurde ein Mitglied des attisch-delischen Seebundes (1 Talent/pro Jahr Beitrag). Später geriet Latmos wieder unter persische Herrschaft und wurde der Satrapie Karien (Regierung durch Haus der Kekatomniden/Mausolos) zugeschlagen. Der berühmteste Hekataomnide, Mausolos II betrieb in den Jahren 377 – 353 v.Chr. eine massive Hellenisierungspolitik in Karien. In der Zeit um 300 v.Chr. wurde die Stadt an einem neuen Ort etwa 10 Fußminuten von der alten Stelle wieder aufgebaut und nannte sich jetzt Herakleia. Von einer 6,5 km langen Stadtmauer umgeben zog sich Herakleia von 10 m Meereshöhe auf bis zu 350 Meter hinauf. Die höchst gelegenen Befestigungsanlagen lagen ca. 500 m über dem Meer. Seine größte Blütezeit erlebte Herakleia in hellinistischer Zeit. Mit der Verlandung des Latmischen Meerbusens ging ein unvermeintlicher Niedergang daher. Der Duodez-Diadoche Pleistarchos jedenfalls machte Herakleia offenbar zur Hauptstadt seines Teile Kariens umfassenden Reiches und benannte die Stadt in Pleistarcheia um. Nach dem Ende seiner nicht allzu lange währenden Herrschaft kehrte man jedoch wieder zum ursprünglichen Namen Herakleia zurück. Im 2. Jh. erhielt Herakleia von Rom die Freiheit, nachdem die Stadt vorsichtshalber und klugerweise vor der Niederlage des Seleukiden Antionos III gegen Rom die Seite gewechselt hat. Herakleia erlebte noch einmal eine goldene Zeit um 133 v.Chr., als die Stadt und Teile Kariens der römischen Provinz Asisa zugeschlagen wurden. Herakleia konnte sich noch über Jahrhunderte, auch durch seine abgeschiedene Lage, behaupten. Noch im 6. Jh. n. Chr. war Herakleia die zweitgrößte Stadt der Provinz Karien. Auch hielt die Stadt lange Zeit der Christianisierung stand. Im 7. Jh. n.Chr wurde die Region um das Latmosgebirge von Mönchen aus dem Sinai besiedelt und er und zu einem dem Athos vergleichbaren heiligen Berg. Ende des 14. Jahrhunderts besiegten die Osmanen die konkurrierenden türkischen Dynastien im Südwesten Kleinasiens. Durch die Verlandung des Hafens bzw. Zugangs zum Mittelmeer verlor Herakleia an wirtschaftlicher Bedeutung.
Sehenswürdigkeiten (überwiegend stark zerstört)
1. Stadtmauern
- 6,5 km lang, 2-3 m breite und z.Teil 6 m hhen Mauern mit 65 Wachtürmen
2. Agora (Vorplatz der heutigen Dorfschule)
3. Athena-Tempel
- westlich der Dorfschule
4. Theater
- nahe der östlichen Stadtmauern, z.Teil überwuchert
5. Odeon im Dorf
6. Gräber am See
7. Ruine auf der Halbinsel im See
- ehemals byzantinischer Bischofssitz
8. Behausungen von Eremiten und kleine Mönchsgemeinschaften
in den schwer zugänglichen Gebirgsteilen (Führer empfohlen)
9. Karte Herakleia am Latmos


