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Bodrum Geschichte

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Die ägäische Küstenlandschaft bei Bodrum ist durch Inseln, Halbinseln, Badebuchten  und Tauchreviere geprägt. Das beliebte Seebad und gut erschlossene Bodrum hat sich in der letzten Zeit zu einem der wichtigsten Urlaubsorte der türkische Ägäisküste entwickelt. Bodrum liegt dem Binnenland abgewandt in einer terrassenförmigen Ausrichtung an den Ausläufern des Taurusgebirges. Das milde Klima, die malerische Lage und auch der Baustil (mit begrenzter Geschosszahl) der Stadt machen ihren ganz besonderen Reiz aus.

Die Besiedlungsgeschichte reicht bis in die Zeit um 1200 v.Chr. zurück. Als Gründerväter werden die dorischen Griechen aus Troizen (Reich der Sagen um Theseus und Hippolytos) benannt. Bodrum, das antike Halikarnassos stieg aufgrund seiner exponierten Lage mit seinem Hafen und der fruchtbaren Umgebung schnell zu einem wichtigen Handelszentrum auf.  Die Stadt stand teilweise unter dorischer Herrschaft. Die Herrschaft wechselte danach zu den Lydern unter Kroisos (560-546 v.Chr.). Im Jahr 540 fiel die Stadt kampflos an die Perser und unter Verwaltung karischer Fürstengeschlechter (fungierten als Satrapen der Perser). In der Folgezeit wurde die Stadt nach der Schlacht von Mykale (479 v.Chr.) in das Attische Reich eingegliedert. Im Jahr 413 v.Chr. wurde die Stadt von den Persern erobert und verblieb im Persischen Reich auch während der Periode der Autonomie (ca. 394-377 v.Chr.). Im Jahr 387 v.Chr. fiel die Stadt an ds Geschlecht der Satrapen Hekatomnos von Mylasa (Milas). Halikarnassos wurde der Herrschaftssitz von Karien. Der bedeutenste Herrscher war Mausolos. Mausolos schuf sich eine herausragende Stellung durch Staatskunst und das Führen von Kriegen. Die Stadt erlebte eine neue Blütezeit und wurde nach hellinistischem Vorbild erneuert und erweitert.  Mauern, Hafenanlagen, Paläste und Tempel wurden neu geschaffen. Nach dem Tod von Mausolos folgte ihm seine Schwester uknd Frau Artemisia II (377-353 v.Chr.) auf den Thron. Zu Ehren ihres Mannes ließ sie das Mausoleion (eines der Sieben Weltwunder) errichten. Seit dieser Zeit hat sich für diese Art der Gräber der Begriff Mausolum eingebürgert. Es wurde vermutlich im 14. Jahrhundert durch ein Erdbeben zerstört; Reste des Baus sind im Johanniterkastell St. Peter verbaut. Einige der Skulpturen wurden ins Britische Museum nach London gebracht.Nach der Eroberung und Zerstörung (334 v.Chr.) durch Alexander demGroßen erlangte Halikarnassos nie mehr seine Bedeutung. Im Jahr 1420 n.Chr. Wurde die Bur St. Peter von den Kreuzrittern (Johanniter Orden) errichtet. Die Burg wurde kampflos im Jahr 1523 den Osmanen übergeben nachdem die Johanniter Kreuzritter nach Rhodos abzogen. Die Osmanen nutzten die Burg bis ins 20. Jahrhundert als Verbannungsort. In der Folgezeit verlor die Stadt an Bedeutung und versank in den Schlaf eines Fischerortes.

Die heutige Entwicklung als Erholungsort und Künstlerkolonie wurde wesentlich durch den  Dichter und Maler Cevat Şakir geprägt. Der Künstler wurde nach Bodrum verbannt und versammelte seine Künstlerfreunde um sich. Hier wurden die legänderen „Blauen Reisen“ mit den ortsüblichen Gulets ins Leben gerufen. Der Dichter und Maler kreierte auch das inzwischen typische weißgestrichene Flachdachhaus mit den charakteristischen Dachecken. So wurde der „Fischer von Halikarnassos“ zum Begründer des heutigen Touristenbooms.