Größere Kartenansicht (Bilder Mugla)
In Antiker Zeit wurde das Gebiet im Südosten Anatoliens, das im Norden vom Menderes und im Süden vom Dalaman begrenzt war, von den Karern (Leleger) besiedelt. In den Ilias erwähnt Homer, daß die Karer zusammen mit den Trojanern im Kampf gegendie Hellenen verbündet waren. Mugla gehört zu den ältesten karischen Siedlungen. Durch die Entfernung zum Meer konnte Mugla jedoch keinen Reichtum aus dem Handel, wie die Städte Halikarnassos oder Mylasa, ziehen. Ausgrabungen mit nur wenigen Fundstücken geben kaum Aufschluss über die Vergangenheit der Region. Im 13. Jh. v. Chr. eroberte Ramses II große Teile von Anatolien. Karien wurde von den Ägyptern unterworfen und beherrscht. Nach der Niederlage der anatolischen Volksstämme im trojansichen Krieg besiedelten um 1000 v.Chr. die Dorer diese Region. Nach der Gefangennahme des Lyderkönigs Krösus durch die Perser, wurde Karien unter persische Herrschaft gestellt. In der Folgezeit setzten persische Satrapen (Gouvernement) die Besetzung und Herrschaft in diesem Gebiet fort. Im Jahr 334 v.Chr. eroberte Alexander der Große die Küstenlinie um Halikarnassos (Bodrum) und auch Mugla. Nach dem Abzug Alexanders setzte eine Zeit politischer und wirtschaftlicher Wirren ein. Überreste einer Stadtmauer belegen die Bebauung der Bergkuppe mit einer Akropolis. Im 2. Jh. v.Chr. gehörte die Stadt vermutlich zum Herrschaftsbereich von Rhodos, wie Mauerinschriften belegen. Im Jahr 188 v.Chr. wurde Mugla unter die Herrschaft Pergamons gestellt und fiel nach dem Tod König Attalos III im Jahr 133 v.Chr. an Rom. Mugla wurde römische Provinz und erlebte einen kurze Blütezeit. Nach einer wechselvollen Geschichte mit verschiedensten Herrschern (Generäle, Tyrannen) übernahm Ostrom (Byzanz) im Jahr 395 n.Chr. nach der Teilung des römischen Reiches die Vorherrschaft. Die ersten islamischen Einflüsse beginnen um 800 n. Chr. nach dem Ende der byzantinischen Vorherrschaft durch die Ankunft des Abessidenkalifs Harunal Raschid. Nach dem Krieg von Malazgir (1071 n.Chr.) nimmt Sultan Süleyman Einfluss auf die Geschicke der Region. Als das Gebiet im Jahre 1284, verbunden mit dem Niedergang des Seldschukenreiches, in die Hände des Kriegsherrn Mentese Bey fällt, trägt es eine Zeitlang den Namen Mentese. Es folgen die Eroberungen durch Yildirim Beyazit (Sieg übber den letzen Mentese Herrscher Ilya Bey (1390/1391) sowie des Mongolenfürsten Timur Lenk. Im Jahr 1424 fällt dann die Region in die Hände der Osmanen. Die Zeit türkischer Herrschaft beginnt.
Sehenswürdigkeiten:
1. Mugla Museum (seit 1994)
- hinter dem Gerichtsgebäude (Adliye)
- Fossilie Funde der Region
- Ethnologische Abteilung mit altertümlichen Gebrauchsgegenständen der Region
2. Mugla Altstadt mit alten restaurierten Häusern, schönen Gässchen und Basar
3. Stratonikeia
- antike Stadt im Dorf Eskihisar
- Entfernung: ca. 67 km westlich der Strasse von Yatağan/Milas im Dorf Eskihisar
4. Lagina
Lagina mit dem Heiligtum der Hekate
- Lage: Provinz Mugla, Bezirk Yatağan, in den Ortsgrenzen der Gemeinde Turgut
5. Sedir Insel
- Lage : in den Grenzen des Bezirks Ula, im Golf von Gökova liegende Insel
- interessantester Ort des Kulturtourismus der Provinzl
- erreichbar mit dem Boot von Gökova - Akyaka oder von Çamlıköy


