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Kaunos

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Größere Kartenansicht (Bilder Kaunos)
Kaunos war die südlichste Stadt des Königreichs Karien und liegt am Westufer des schilfreichen Dalyan-Flusses, etwa 1 km von Dalyan entfernt.  Auf der einen Seite des Dalyan Kanals liegt Köycegiz, auf der anderen Seite die Ortschaft Ortaca. Bei den meisten Archäologen gilt Kaunos als karische Stadt. Nach Herodot sprachen die Kauner einen karischen Dialekt. Der Hafen von Kaunos lag in einer geschützten Bucht am Meer und war kreisrund angeordnet. Durch eine Kette konnte der Hafen verschlossen werden. Kaunus lag ursprünglich am Meer, durch Verlagerung der Küste jetzt acht Kilometer vom Meer entfernt im Delta des Köycegiz-Flusses. Der Fluss war mit dem Köycegiz-See verbunden, ist jedoch nicht vollständig verlandet, sondern über Sumpfgewässer und Wasserwege mit diesen verbunden. Kaunos gehörte zeitweilig zum Attischen Seebund und zum Festlandbesitz der nahegelegenen Insel Rhodos.  Kaunos wurde auf Grund seiner strategischen Lage immer wieder in die grosse Politik besonders der hellenistischen Herrscher und römischen Magistrate einbezogen. Funde der Ehren- und Weihinschriften geben Aufschluß über viele historisch prominente Personen, die einen besonderen Bezug zu dieser Region hatten. Diese Inschriften geben wichtige Anhaltspunkte für ein chronologisches Gerüst über die Art der Herrschaftsverhältnisse in dieser Region. Im Zeitalter der Pax Romana berichten die Texte unter anderem vom gemeinnützigen Wirken einzelner Bürger. Eines der bedeutendsten Zeugnisse antiker Wirtschaftsgeschichte überhaupt ist die lange Zollinschrift, die an der Aussenwand eines Brunnenhauses eingemeisselt ist. Kaunus verlor bereits in der Antike durch die Verlandung und Malariakrankheit an Bedeutung und war bereits seit mittelbyzantinischer Zeit nicht mehr besiedelt. Kaunos lebte vom Fischfang, exportiere Salz, Harz, Früchte und lebte vom Sklavenhandel.

Ausflüge und Sehenswürdigkeiten:

1. Bootsfahrt von Dalyan oder Köycegiz aus

2. Ausflug nach Kaunos
   - Besuchszeit ca. 2,5 Stunden
   - Hin- und Rückfahrt zur südlichen Bucht
    (alternativ in der Nordbucht aussteigen und an der Südbucht abholen lassen)

3. Ausflug zum Iztuzu-Strand im Delta
   - Besuchszeit nach Vereinbarung

4. Tempelgräber (Karische Königsgräber)
    - Baukjahr 4. - 2. Jhr. v. Chr.
    - steile Felswand mit ionischen Tempelgräbern
    - Akrotere (Firstschmuck) auf den Giebeln
    - Antentempel mit vorgezogenen Seitenwänden, eine Vorhalle, teilweise wenn
      unvollendet mit 4 Säulen
    - Grabhöhlen unterhalb der Tempelgräber

5. Dalyandelta

    - Fahrt durch das Schilfmeer
    - Schilf bis 3 m hoch, begrünt das ganze flache Flussufer und bildet Inseln

6.Archäologischer Park (in der Südbucht)
   - Theater
   - Akropolis
   -  Bozburun Tepesi (schöne Aussicht auf Berg)
   - Festungsruine auf dem Akropolishügel (160 m hoch)
   - byzantinische Kirche ( hoch anstehendes Quadermauerwerk und die Basen der
     Säulenarkaden, besonders schön zeigt sich ein am Boden liegendes Korbkapitell
   - Thermen und Wasserrservoir (Ostseite des Stadtgebiets)
   - Hafenbecken
   - Rund- und ein Antentempels
   - Agora und Ruinen des Nymphäums
   - Besichtigungszeit für alle Reste der Stadtmauern und der Türme etwa ½ Tag